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11. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit

Was gehört zu einer Markenidentität?

Eine Markenidentität ist kein Logo, sondern das System, das festlegt, wo, wie und mit welchen Elementen das Logo eingesetzt wird. Das sollten Sie am Ende in der Hand haben.

YUFCA – Cover

Markenidentität wird oft mit dem Logo verwechselt. Das Logo ist der sichtbarste Teil der Identität, für sich allein aber nur ein Zeichen. Die Identität ist das Regelwerk, das bestimmt, wie dieses Zeichen auf einer Visitenkarte, einem Schild, einem Fahrzeug, einer Verpackung und einem Bildschirm steht.

Was gehört dazu?

Eine minimale Identität umfasst das Logo und seine Varianten (horizontal, vertikal, einfarbig), die Farbpalette mit ihren Werten, die Schriften und ihre Hierarchie, den Schutzraum um das Logo und seine Mindestgröße. Je nach Bedarf der Marke kommen Visitenkarten, Briefpapier, E-Mail-Signatur, Social-Media-Vorlagen, Verpackung und Beschilderung hinzu.

Warum das Regelwerk zählt

All das wird in einem Markenhandbuch zusammengefasst. Das Handbuch stellt sicher, dass die Marke richtig eingesetzt wird, auch wenn ihr Designer nicht im Raum ist: Die Druckerei erfährt, welches Blau sie drucken soll, und das Social-Media-Team, welche Schrift es verwenden soll. Das 16-seitige Handbuch, das wir für Sherpa erstellt haben, behandelt den Einsatz des Zeichens, Farbe und Typografie; bei größeren Projekten reicht das Handbuch von der Verpackung bis zur Beschilderung.

Wie lange dauert es?

Den Zeitplan bestimmen Entscheidungen, nicht das Design. Ist die Richtung klar und entscheidet eine Person, geht die Arbeit schnell voran. Müssen mehrere Partner zustimmen, ist der längste Schritt das Warten zwischen den Präsentationen. Zu Beginn zu klären, wer entscheidet, wirkt sich stärker auf den Zeitplan aus als das Design.

Das sollten Sie bei der Übergabe verlangen

Vektor-Masterdateien, PNGs mit transparentem Hintergrund, Farbwerte (getrennt für Bildschirm, Druck und Sonderfarbe), Angaben zu den Schriftlizenzen und das Handbuch selbst. Damit können Sie die Marke mit einem anderen Designer weiterführen, und genau darum geht es bei einem Identitätsprojekt.